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10 Sekunden fehlen…. Und schon wieder knapp daneben. Mein Ziel beim dritten Antreten in der Wachau war es unter einem 5er Schnitt zu laufen, herausgekommen ist genau ein 5er Schnitt. Ziel also knapp aber doch verfehlt. Es war jedenfalls sehr hart, viel härter als jedes Radrennen, beim schnell Laufen kann man sich nie ausruhen, man ist ständig unter Belastung. Am Start war alles bestens, schönes Wetter, nicht zu warm, dennoch hätte ich ein Leibchen durchaus weglassen können und ärmellos starten sollen. Ich laufe hinter dem 1:45er Ballon los, eine tolle Orientierungshilfe, vom Veranstalter zur Verfügung gestellt, wenn ich mit diesem Läufer ins Ziel komme bin ich sicher unter einem 5er Schnitt. Er läuft jedoch etwas unrhythmisch, wir beginnen bei 4:40, dann leicht über 5, aber egal, es läuft gut und ich laufe sogar einige Meter vor ihm. |
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| Bei der ersten Labe verliere ich wie immer Zeit, ich kann einfach nicht aus den Bechern im Laufen trinken, muss gehen, verschütte die Hälfte, trink viel zu wenig und der 1:45er Ballon läuft mir davon. Ich hole ihn wieder ein, aber es ist echt mühsam, ich brauch einfach wesentlich mehr zu trinken, ich merke stark wie ich von km zu km schwächer werde und mich nur bis zu nächsten Labe rette. Nach dem Trinken geht es mir ca. einen km wieder echt gut. Bei der nächsten Labe überholt mich dann auch Eli die ein super Tempo draufhat aber viel weniger Flüssigkeit braucht als ich. Der Ballon wird immer kleiner und kleiner, aber ich sehe ihn immerhin noch, aufschließen aber unmöglich, ich denke mir, wieder nix, unter 5 werde ich wohl auch 2010 nicht laufen, was mich eigentlich wundert und ärgert. |
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Am Ende des Dürnsteiner Tunnels überhole ich Eli wieder die anscheinend doch etwas zu schnell läuft, ich kämpfe mit Dehydrierung und der langsam kommenden Müdigkeit, ich sehe ihn noch immer den Ballon (im Ziel sollte sich herausstellen, dass er weit unter 1:45 gelaufen ist), aber beim Kreisverkehr vor Stein ist er dann nicht mehr zu sehen. Ich laufe einen Schnitt über 5 und kämpfe mich durch die Kremser Innenstadt, mei ist das hart, echt nicht zu beschreiben ich freu mich schon so darauf wenn ich stehen kann. Dann der letzte km, ich sehe schon das Ziel und die Zeit auf meinem Polar im Bereich von 1:43 und wundere mich, es ist eigentlich nicht mehr weit. Ich sammle meine letzten Kräfte und schaffe es zu meiner Verblüffung 4:35 zu laufen und einen Puls von 180 zu haben, nix Erschöpfung also. |
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1:45:39 sind es dann im Ziel, bin nicht unzufrieden, weil das ist immerhin fast 4 Minuten schneller als meine bisherige Bestmarke. Als ich dann aber zu rechnen beginne komme ich drauf, dass ich, wenn ich 1:45:29 gelaufen wäre einen Schnitt von 4:59 gehabt hätte. Echt ärgerlich, aber ich weiß wo ich die und noch viele andere Sekunden hole: Ich laufe in Zukunft bei den Laben durch und trinke aus einer Flasche die ich entweder mitnehme oder vielleicht im Idealfall von einer Betreuerin bekomme…..am 24.Oktober im Piestingtal will ich es noch einmal versuchen, jetzt bin ich aber krank, stark verkühlt, das nasse Leibchen nach dem Rennen und die kühlen Temperaturen waren nicht optimal.
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38 Sekunden fehlen…. Ich bin angetreten um die 28 km unter einer Stunde zu fahren, fast hat es geklappt! War ich im Vorjahr noch 5 Minuten zu langsam, waren es heure nur mehr 38 Sekunden, ausbaufähig! Ein MTB Rennen mit 28er Schnitt kommt nicht so oft vor, zugegebenermaßen war es aber kein klassisches MTB Rennen sondern eher eine Forststraßenheizerei. |
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Wo ich die 38 Sekunden liegen gelassen habe ist mir auch klar, wohl auf
der 7 km Strecke neben dem Reichramingbach, dort braucht man gute
Partner um sich im Windschatten abwechseln zu können. Ich hatte leider
nur einen, einen sehr jungen Tschechen der sich anfangs hinter mir
verstecken wollte, dann aber doch ganz brav gefahren ist. Wenn wir dort
3-4 Personen sind fahren wir deutlich schneller. Aber egal, immerhin ein
Fortschritt zum Vorjahr wo ich dort ganz alleine gefahren bin. |
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Im Endeffekt liege ich nicht ganz 2 Minuten hinter dem Sieger meiner Altersklasse, das ist nicht viel. Und Platz 3 ist auch schön, also auch in dieser Saison einmal am Stockerl. Jedenfalls sind derart kurze Rennen echt anstrengend, man darf sich keine Sekunde ausrasten, Vollgas vom Start bis ins Ziel…und das nachfolgende Bad im wunderschönen Reichramingbach hat sehr gut getan. |
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Die Entwicklung der Rennergebnisse 2010 stimmt jedenfalls: Platz 24 - 19 - 15 - 11, so könnte es weiter gehen. Tut es aber nicht, die Serie ist beendet und ich habe widererwarten, meine Form war heuer echt nicht berauschend, ein weiteres 2010er Ziel erreicht: ich komme erstmals in der Hobby Trophy unter die Top 10: Platz 8 in der Klasse Männer 40. Schöner Abschluss! |
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volles Gatschrennen! Interessant, der Abschluss der Rennserie bietet diesmal Gatsch pur, Dauerregen und Wildbäche satt Singletrails, ein toller Kontrast zu den bisherigen Hitzerennen. Ich geb´s zu, wenn ich nicht in die Gesamtwertung wollte, würde ich an diesem Tag in Mank sicher nicht aus dem Auto aussteigen. |
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Das tu ich auch ganz spät, nachdem ich die Startnummer direkt im Auto
montiere verlasse ich dasselbe erst 10 Minuten vor dem Start, fahr dort
hin, stell mich in die erste Reihe, dreh um und schon fällt der
Startschuss. Sehr lässig, ich fahre die ersten 3 Minuten voll in der
Spitze, es wird nicht zu extrem schnell gefahren, kein Problem
mitzufahren. Sogar der spätere Sieger meiner Klasse, der Mann mit der
Feder, Wolfgang Fuchs, muss mich erst überholen, mal was ganz anderes. |
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Heute geht es mir echt gut,
bergauf bin ich leistungsfähig wie noch nie in diesem Jahr und kann voll
mithalten, bzw. hab einen guten speed. Taugt mir! Was mir weniger taugt
sind die Abfahrten: vollkommen rutschig, tief schlammig, ausgewaschen
und mit Wassermassen voll. Ich riskiere nichts, ist ein Hobby, nicht
mein Beruf und fahre die zahlrreichen Bergabpassagen im Wald äußerst
langsam. Dadurch verliere ich natürlich einige Plätze, aber was soll´s,
noch dazu sind meine Reifen eher schon am Ende, also ist Vorsicht sicher
nicht falsch. So geht´s dahin, ich überhole noch einige Fahrer bei den
letzten 2 Anstiegen und noch einen auf der Zielgeraden. Passt: hab zwar
noch nie so lange gebraucht in Mank, meine Bestzeit hier ist 36 Minuten
schneller !!, aber trotzdem erreiche ich mein bestes HT Ergebnis 2010,
die anderen waren offensichtlich auch nicht schneller. |
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Die Entwicklung der Rennergebnisse 2010 stimmt jedenfalls: Platz 24 - 19 - 15 - 11, so könnte es weiter gehen. Tut es aber nicht, die Serie ist beendet und ich habe widererwarten, meine Form war heuer echt nicht berauschend, ein weiteres 2010er Ziel erreicht: ich komme erstmals in der Hobby Trophy unter die Top 10: Platz 8 in der Klasse Männer 40. Schöner Abschluss! |
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wieder heiß, passt schon Hab mich gefreut auf den Wechselkaiser, den ich vor 4 Jahren letztmals gefahren bin. Hab da immerhin mein einziges richtiges Rennen gewonnen, wenn auch nur die fun-Distanz. Heuer ist es wieder heiß, kenn ich schon, aber auch die Strecke wurde etwas verändert. |
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Leider keine tolle Abfahrt mehr nach Kulma, auch sonst ein wenig viele
Asphalt Zwischenstücke. Aber auch viele lässige Singletrails. Bei einem
verabschiede ich mich nach ca. 15 km dezent von meinem Bike und leider
auch von meiner Flasche, das bemerke ich aber erst 5 Minuten später.
Etwas suboptimal bei 30 Grad nichts mehr zu trinken zu haben. Ich hoffe
auf die nächste Laabe, die aber lange nicht kommen sollte, also schnorr
ich ein bisschen bei einem Mitstreiter und finde nach ca. 30 Minuten
eine Falsche die ein anderer verloren hat, halbvoll, meine Rettung, weil
sonst hätte ich wohl nicht weiterfahren können. Aber ich quäle mich, finde heuer einfach keine Form, werd schnell müde und kämpfe mich die letzten 400 hm hinauf. Oben kann ich noch 2 Mitstreiter überholen weil ich eine Rampe fahre die die anderen schieben, dann lange Abfahrt, Ziel, ab zum Schwimmteich nach Neuberg/Mürz (echt nett dort) und zum Schwammerlsuchen (wir waren sehr erfolgreich) Ich bin zwar echt nicht zufrieden mit meiner Bike-Form 2010, aber immerhin sagen die 3 MTB Rennergebnisse etwas anderes: Platz 24, 19, 15, Entwicklung passt! |
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vollgas durch meine Lieblingsgegend Die Wachau ist definitiv meine Nummer 1, daher musste ich hier nach 2008 wieder einmal starten. Mein 3. Straßenrennen wartet, gemeinsam mit Bernie, der heute wieder mit dabei ist. Gutes Radwetter, ein wenig kühler als in den letzten Wochen, ca. 20 Grad aber kein Regen. |
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| Wir starten in der Mitte des Feldes und rollen mit der großen Gruppe ins Kremstal hinein, ich orientiere mich an Bernie der mir noch in St.Pölten 12 Minuten gegeben hat, mal sehen wie es heute läuft. Wir fahren ziemlich schnell, ich habe kein Problem mit Bernie mitzufahren. Aber dann geht es langsam bergauf Richtung Waldviertel, Nöhagen und Mühldorf warten. Es wird immer steiler und langsam verliere ich die Gruppe mit Bernie, ich sehe sie zwar noch ziemlich lange vor mir, bis ca. km 20 kann aber nicht aufschließen, keine Chance, ich merke wieder einmal meine heurige Bergschwäche. Es geht zwar schon besser, hab ja zwischenzeitlich schon immerhin etwas mehr als 2000 km in den Beinen, aber bei weiten nicht so wie es noch vor 2 Jahren war. Egal, ich kämpfe mich einfach weiter hinauf, werde von einigen Fahrern überholt, es stabilisiert sich dann aber und ich finde meine Gruppe. Wieder bemerke ich, dass ich bei den kurzen bergab Zwischenstücken den anderen bei weitem davonfahre, ich glaube meine Laufräder sind wirklich gut. |
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![]() bernie eine gruppe vor mir im ziel |
Dann geht´s hinunter Richtung Mühldorf und wieder hinauf Richtung
Weitental. Meine Gruppe wird größer, ist aber sehr stabil. Ich halte
mich in der Mitte auf und fahre mit Grundlagenpuls 45 - 50 km/h schnell,
sehr angenehm. Wir durchqueren den kleinen Ort Heiligenblut, der
tragischerweise an diesem Tag einen Unfalltoten unter den Teilnehmern
fordert. Wir zischen das Weitental hinunter, fahren bei Melk über die
Donaubrücke und sammeln am rechten Donauufer eine weitere große Gruppe
ein. Wie sich im Ziel dann herausstellte waren wir dann ca. 25 Personen.
Mit tollem Schnitt geht es die 30 km durch die Wachau Richtung Ziel in
Mautern weiter, ich bin übermütig weil ich noch Kräfte habe und ziehe
dem ersten Mann der kurz vor dem Ziel einteilt, nach, hinter mir weitere
20 Fahrer. |
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| Mein Polar zeigt, dass wir schon längst im Ziel sein müssten, dann sehe ich zu meinem Entsetzen die Bodenmarkierung: 1km. Klar was jetzt passiert, von hinten rauschen sie heran, 1 km kann ich das Tempo niemals halten, Zielsprint mit 10 Fahrern verteilt auf die ganze Straße. In der Mitte schwenkt einer aus, wir müssen ausweichen, soweit, dass ich fast am rechten Rand mit einer fotografierenden Zuschauerin kollidiere, dann das Ziel, lässiges Rennen, hat mir sehr gefallen. Fast ein 35er Schnitt, so schnell bin ich in meinem Leben noch nicht gefahren und nur 1,40 Minuten hinter Bernie der in der Gruppe vor mir ins Ziel gekommen ist. |
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es war wieder: HEISS Wunderschöner Sommer heuer, aber für Radrennen nicht grad optimal. Von diesem Rennen gibt es keine Fotos, ist auch besser so, weil sonst würde man mich nur sehr erschöpft sehen. Das Höllentempo der ersten 6 km bei dieser Affenhitze ist einfach zu viel für mich, ich schleppe mich weitere 2 Stunden über die glühenden Hügel rund um das Kamptal. Die Streckenführung ist eigentlich sehr schön, fast ein wenig XC artig, aber ich bin heute einfach sehr matt und kämpfe mich einfach nur ins Ziel. Dort bin ich 11 Minuten langsamer als bei meinem letzten Antreten in Gars vor 3 Jahren. Abhacken, baden im Kamp mit Eli und danach Besuch eines großartigen Heurigens über Zöbing, ein wunderschöner Tagesausklang in der Abendsonne. |
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![]() ro + sonja |
heiß wars, schnell wars, bergig wars Nach 2 Jahren wieder einmal ein Straßenrennen. Hat voll gepasst, immerhin fast so etwas wie ein Heimrennen, da ich ja in St.Pölten arbeite. Erster Einsatz für mein neues Straßenrad, Kouta Kharma Race, bin sehr zufrieden. Sonja Riedl, auch eine St.Pöltenerin, mit der ich einige Tage zuvor Teile der Strecke abgefahren bin, ist auch dabei. |
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Der Rennverlauf ist schnell erzählt: es hat über 30 Grad und es warten 5
Berge auf uns. Meine Bergstärke vergangener Jahre ist aufgrund des
Marathontrainings sehr gering ausgeprägt, ich verliere auf den 5 Bergen
immer wieder an Boden, beim Runterfahren hole ich aber wieder einiges
auf. Ich leide aber ziemlich, merke aber am Schluss noch ziemlich viel
Kraft zu haben. Wir fahren in einer 12 Mann Gruppe die letzen 15 km
gemeinsam vollgas und ich übernehme sogar den letzten Anstieg nach
Obergrafendorf Richtung Flugplatz hinauf die Führung, auch den
Zielsprint ziehe ich an, aber viel zu früh, werde von einigen Fahrern
übersprintet, trotzdem war´s nett, meine Form wird langsam besser. PS: Auch Bernie war nach 3 Jahren Rennpause wieder bei einem Rennen dabei, es hat ihm gut gefallen. Nett war dann das chill out mit allen am Ebersdorfer See und beim Mostheurigen in Obergrafendorf. |
![]() bernie´s comeback |
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nett war´s mein erstes richtiges MTB Rennen seit 1,5 Jahren, sozusagen mein „comeback“. Mir war klar, dass nach 4 Monaten reinem Lauftraining für dem Marathon am 18. April eine Woche biken in der Toskana nicht genug sein wird um eine ordentliche sportliche Leistung in Mühldorf zu erbringen. Aber wenn man mit einer realistischen Einstellung an den Start geht kann man auch nicht wirklich enttäuscht werden. Um zumindest 2010 vor dem ersten Rennen einmal auf dem MTB zu sitzen machte ich am Dienstag der Woche vor Mühldorf bei strömenden Regen eine 1,5 stündige Gatschausfahrt zur Gewöhnung ans Gerät, war witzig und nicht ganz sturzfrei, aber unbedingt notwendig vor einem technisch nicht unanspruchsvollen Rennen wie Mühldorf. |
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| Der Rennverlauf ist schnell erzählt: Am Start ganz hinten, den ersten Berg (Jauerling) eher gemäßigt hinauffahrend fahre ich denselben eher vorsichtig wieder Richtung Mühldorf hinunter: ich habe deutlich merkbar noch keine ausreichende technische Sicherheit, dazu muss ich einfach öfters fahren und glatt ist es auch einigermaßen. Am nächsten Berg, den Bärenwänden, wartet ganz unten der Bergsprint, den ich, wie immer, in seiner Wichtigkeit keinesfalls überbewerte. |
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Ich fahre über die Zeitnehmungsmatte und versuche aufs kleine Kettenblatt zurückzuschalten, geht nicht. Ich bleibe stehen und versuche es händisch, geht nicht. Nach ca. 1,5 Minuten schaffe ich es doch, leider kann ich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zurückschalten, da ich weiter oben auf der Forststraße wieder auf das „Mittlere“ schalte fahre ich 2/3 des Rennens ohne kleinem Kettenblatt. Irgendwie ein interessantes Kraftausdauertraining:
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Ich weiß jetzt, dass auch der Schupfer am Ende der Wiese hinaus auf die Mühldorfer Bundesstraße auf dem mittleren Kettenblatt durchaus fahrbar ist. Irgendwie fahr ich so dahin, strenge mich ein bisserl an, aber eigentlich nicht so wie ich es von den Vorjahren kenne. Ich spüre eigentlich, dass es schneller gehen würde, das sagt auch mein Puls der an diesem Tag sehr selten die 170 sieht, aber es geht einfach nicht. |
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Mir fehlen ganz eindeutig die
intensiven Einheiten, aber wenigstens ist die Grundlage vom
Marathontraining da, ich hab auch am Schluss genug Power und überhole
noch fleißig am Schlussanstieg wo ich auch meinen Tageshöchstpuls mit
173 erreiche. Passt, Platzierung ist zwar sportlich mäßig, aber immerhin
ich hab wieder ein MTB Rennen erlebt, sehr nett…..und jetzt mach ich
mich ans EB- Training, bis Gars (mein nächstes HT-Rennen) ist noch viel
Zeit. |
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unter 4 Stunden heißt die Devise... es begann alles mit einer flüchtigen Bemerkung von meiner lieben Freundin Verena, die nach der Geburt ihres Sohnes Timo, offensichtlich unausgelastet, nach neuen Herausforderungen suchte, ob wir nicht den Vienna City Marathon 2010 laufen wollen. Für mich war der Gedanke augenblicklich unvorstellbar und wurde sofort verworfen. Nun bin ich ihn gelaufen, leider ohne Verena, die nach kurzer Zeit wieder absprang. Aber warum bin ich nun wirklich gelaufen? Ich bin kein Läufer, schon viel eher ein Mountainbiker, zumindest ein Begeisterter |
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| Aber nach längerer Überlegung sagte ich mir, warum eigentlich nicht, nach 10 Jahren MTB Rennen auch mal die Königsdisziplin des Laufsportes auszuprobieren. 2 Halbmarathons bin ich ja schon gelaufen, mit kaum Lauftraining, mehr schlecht als recht also, aber das läuft man ja auch aus dem Stand, wie Eli immer sagt. Aber einen Marathon sicher nicht, das war mir bewußt, noch dazu da ich ja nicht nur laufen wollte, sondern unbedingt unter 4 Stunden bleiben wollte. Also mußte ein Trainingsplan her an dem ich mich auch fast 100% gehalten habe °stolz sei°. Die paar Sünden mit Schitouren und Langlaufeinheiten haben sicher nicht geschadet, denke ich. |
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Am 14. Jänner ging er los, mein 14 Wochen Trainingsplan aus dem Internet, mit 4 Laufeinheiten pro Woche, darunter meist einer langen 2-3 Studeneinheit am Sonntag. Die ersten 3 Wochen trainierte ich alleine, die mir damals noch lang vorkommenden 2 Stunden Einheiten, zogen sich enorm, bis Eli ins Training einstieg. Ein wenig hat es gedauert, dann hat auch sie, als sehr gute Läuferin, sich entschieden ihren ersten Marathon zu laufen. Von nun an war´s viel leichter: ein Trainingsprogramm zu zweit durchzuziehen ist einfach viel angenehmer. Und nach 3 weiteren Wochen waren wir sogar zu dritt: Bernie entschied sich ebenfalls über die 42,195 km zu starten. Sehr nett war das, wir waren ein richtiges kleines Team. Zwar schafften wir es lediglich eine einzige Trainingseinheit gemeinsam zu absolvieren, Bernie bevorzugte eher die etwas außergewöhnliche Trainingsart wie zB. 4 Stunden laufen mit Bezwingung des Nasenwegs auf den Leopoldberg, aber es war dafür gleich einmal die Allerlängste: 3 Stunden 35 von Dornbach auf die Donauinsel und retour. Eli und ich versuchten vor allem Grundlage zu trainieren, also lange, flache Einheiten mit geringem Puls, weil wir wußten, ab km 30 werden wir das brauchen. Nette Einheiten in der Lobau, dem Lainzer Tiergarten oder sogar in Kärnten folgten. Bei unserem Lauf rund um den Ossiachersee 10 Tage vor dem Marathon schmerzte allerdings meine linke Wade derart, dass ich schon sehr skeptisch war für den 18.April, weil nach den 26 km um den See hätte ich kaum noch 2-3 weitere geschafft, aber was soll´s, mir war klar, wenn ich während dam Marathon merke die 4 Stunden gehen sich nicht aus, höre ich auf, alles oder nichts, sagte ich mir. Die Woche vor dem Marathon war dann sehr nett, wir waren damit beschäftigt unser „Betreuerteam“ aufzustellen: Heidi und Tina, Babs und Stine sowie Eli´s Vater Karl und seine Lebensgefährtin Edith erklärten sich an 4 Stellen der Strecke bereit uns Getränke und Gels zu reichen. Eine großartige Unterstützung, es gibt zwar ausreichend Laben aber aus einer Flasche trinkt es sich beim Laufen um Welten besser, Laufen und gleichzeitig aus Bechern trinken ist für mich fast unmöglich. In der letzten Woche machten wir noch eine spezielle Diät: Carbo-loading. Nach der letzten langen Einheit am Sonntag vor dem Marathon wurde 3 Tage lang fast ausschließlich Eiweis (steaks, Hendl, Fisch mit Gemüse) gegessen, was trotz vieler Nahrung enorm hungrig macht, ab Mittwoch wurden dann sehr viel Kohlenhydrate gebunkert (Nudeln, Erdäpfel, Kaiserschmarren). Es hat gewirkt, denke ich. Dann um 9:00 der Startschuss, wir hören ihn nicht, aber die Masse von über 30 Tausend Läufern setzt sich in Bewegung. Nach ca. 5 Minuten überschreiten auch wir, schon ein wenig laufend, die Zeitnehmungsmatte beim richtigen Start...jetzt geht´s los, juhuuuu. Wie sich später herausstellte sind wir sogar in der ORF Live Übertragung zu sehen, hier der Beweis: |
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Ich schau sofort auf unseren Schnitt, wir haben besprochen bis zum Halbmarathon zu versuchen einen 5:30er Schnitt zu laufen, dann haben wir genug Reserven um klar unter 4 Stunden zu finishen. Dieses Tempo ist Bernie aber zu schnell, er lässt schon vor dem Scheitelpunkt der Reichsbrücke abreisen. Später sagte er, das Tempo war ihm zu hoch so hätte er es nicht ins Ziel geschafft, eine kluge Entscheidung sich da zurückzunehmen. | ||
Wir erreichen den Praterstern, dann die Hauptallee, alles läuft perfekt nach Plan, wir laufen exakt 5:30, es ist nicht anstrengend, Puls klar unter 160, wir fühlen und gut und überholen ständig. Es sind Massen unterwegs, unglaublich, dass man sich da nicht ständig auf die Fersen steigt, aber es funktioniert und macht auch den Flair des VCM mit aus. |
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| Wir passieren die erste Labe, für die ersten 5 km benötigen wir 28,03 Minuten, passt super für das Gedränge am Start. Danach verlasen wir den Prater, weiter geht´s über die Schüttelstraße, dann über die Brücke zum Franz Josefskai. Hier, bei km 9 haben wir mit Heidi und Tina die erste Übergabe unserer Verpflegung ausgemacht. Es klappt alles perfekt, wir sehen die beiden schon hüpfend und winkend von Weitem und bekommen unsere Flaschen und Gels. | |||
| Weiter geht´s über den Ring zur Oper, ich denke, Eli läuft etwas schnell, ein Blick auf meinen Polar bestätigt das: Schnitt bei 5:15, zu schnell denke ich. Ich mache Eli darauf aufmerksam, aber sie sagt, es geht ihr gut, sie will versuchen ihr Tempo zu laufen. Also Planänderung, aber das passt, ist sehr OK, ich hoffe nur, sie geht nicht ein, weil ab km 29 betreten wir Neuland, länger sind wir bis dato nicht gelaufen. Aber von eingehen sollte bei Eli an diesem Tag ohnehin nicht die Spur sein, im Gegenteil, sie sollte einen für den VCM äußert unüblichen Negativsplit (2. Hälfte schneller als erste) laufen. |
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Raus geht es über das Wiental, vorbei am Schloss Schönbrunn. vor dem technischen Museum wartet bereits unser zweites Betreuerteam Babs und Stine, alles geht glatt, Übergabe verläuft perfekt. Weiter geht´s über die Mariahilferstraße bis zum Ring. Eli läuft ca. 30 Meter vor mir, biegt dann ab auf´s ToiToi Klo, ich mach´s ihr ein wenig später nach. Halbmarathonzeit ca. 1:57, voll im Zeitplan. Raus die Lichtensteinstraße, ich spüre erstmals mein linkes Wadl, es zwickt und die befürchteten Krämpfe kündigen sich leicht an. Aber es geht ein wenig bergab und unser Tempo ist hoch: Alserbachstraße-Friedensbrücke, dann biegen wir in die Obere Donaustraße ein: Uiiii, starker Gegenwind empfängt uns und mein Wadl wird nicht gerade besser, nun fängt auch das rechte an zu krampfen, ich denke einfach weiterlaufen und hoffen, dass es nicht ärger wird. Und viiiieel trinken. | ||
| Das kann ich auch gleich wieder tun, weil bei der Praterstraße warten wieder Tina und Heidi auf uns mit Powerradeflasche und Powerbar Gel. Alles klappt wieder perfekt unser Betreuerteam ist Weltklasse. Aber mir geht´s nicht gut, ich muss mich schon quälen, die Schmerzen in den Waden werden nicht weniger und es wird langsam mühsam. Eli geht es gut, sie hat keine Krämpfe und kaum Schmerzen und läuft perfekt ihr Tempo. Wir biegen wieder in den Prater ein, laufen Richtung Stadion, auf der Gegengeraden winkt mit Eli, ich sehe sie leider nicht. Dann die endloslange Hauptallee Richtung Lusthaus, ich leide, aber wir sind schon auf Höhe km 32, ich weiß es kann sich ausgehen, es muss sich ausgehen unter 4 Stunden zu bleiben. |
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Beim Lusthaus sehe ich letztmals Eli, sie läuft ca. 30 Sekunden vor mir, mir kommt es vor ich laufe schon humpelnd und mein Schnitt sinkt. Dann wieder hinauf die Hauptallee, ich sehe Bernie im Gegenverkehr, wir winken, er wirkt gezeichnet, läuft aber noch und ist geschätzt 20 Minuten hinter uns. Dann unsere letzte „Privatlabe“ mit Karl und Edith, alle funktioniert, Betreuungsprofis sind am Werk, das Gel und die Flüssigkeit brauche ich dringend, die Krämpfe werden immer ärger. Bei km 36, es geht wieder aus dem Prater hinaus, geh ich nochmals auf´s Klo was ein schwerer Fehler ist. Durch den abrupten Rythmuswechsel schießen Krämpfe in Waden und Oberschenkel ein und sogar die Fusssohle will mitmachen. | ||
| Ich laufe schnell weiter nur so kann ich die Krämpfe wieder ein wenig mildern. Aber mein Tempo ist zu gering, ich kämpfe mich eine lächerliche Steigung zur Schüttelstraße hinauf: Schnitt 7:00, auf der Schüttelstraße geht´s wieder ein wenig besser, der Rückenwind unterstützt ein bisschen. Zwischen km 37 und 40 verliere ich am meisten, ich versuche aber meinen Schnitt um die 5:45 zu halten, was mit letzter Kraft gelingt. |
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Ich rechne jeden km und weiß, jetzt kann ich sogar gehend die 4 Stunden Marke schaffen. Dann der Ring, ahhhhh, er geht bergauf, egal, nur mehr 2 km, bei der Oper drängt es sich, ich muss teilweise sogar gehen, aber dann kommt er, der blaue Teppich, ich habe 3 Stunden 54 auf meinem Polar….YEESSSSS…..Endspurt, konditionell habe ich kein Problem, ich laufe nochmals 4:20er Schnitt und erreiche das Ziel. | ||
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Es ist vollbracht: 3 Stunden 55 Minuten und 17 Sekunden - klar unter 4 Stunden. Humpelnd treffe ich Eli, die eine großartige Zeit erreicht hat und noch 2:41 Minuten schneller war als ich. Gehen kann ich allerdings nicht mehr, ich humple zur Verpflegung, esse eine Banane und trinke Wasser, hole sehr langsam unser Gewand vom offiziellen Betreuungstruck, es ist nicht warm und treffe unsere Betreuer. Super Stimmung, alle sind happy, auch Bernie den wir viel später treffen, er hat sich ins Ziel gequält und 4:37 Stunden benötigt, eine tolle Leistung bei seinem Training. Auch er hat starke Schmerzen in den Beinen, aber es hat ihm gefallen. |
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Am Abend gibt es dann eine nette After-Marathon-Party bei uns am Berg mit den Betreuern und Elana die uns wunderbar massiert. Auch Wolfi, der ein tolles Halbmarathondeput mit 1:38 Stunden gegeben hat mit Familie ist gekommen. Fazit: es war ein großartiges Erlebnis, tolle Stimmung, super Publikum (400.000), perfekte Vorbereitung und 100% Zielerreichung. Alles perfekt….trotzdem ist mein Sport der Radsport, meine Beine sind zum Laufen einfach nur eingeschränkt verwendbar J. |
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| die Teilzeiten: |
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